eine panne kommt selten Alleine

Am Nachmittag pünktlich zu den Büro Öffnungszeiten um 14.00 standen Elly und ich wieder vor dem besagten Büro, die Beamten, wie immer sehr freundlich, baten uns Platz zu nehmen und wir mussten wieder ein paar Dokumente unterzeichnen und ein paar Fragen beantworten. Am Schluss gab es auf jeder Seite einen farbigen Stempel, eine unleserliche Unterschrift und die Aufforderung ins nächste Büro zu gehen. Da der Bürotrakt auf zwei Geschossen verteilt ist und eine enge steile Treppe da hochführt, ist immer ein ziemliches Gedränge an dieser stark begangener Stelle, viele Gesichter sind bereits bekannt da man sicher immer wieder begegnet. Viele sind locker und mit der madagassischen Gelassenheit „mora mora“, andere aber auch mit einem schon etwas rötlich gefärbten Kopf. Ich könnte jetzt die Geschichte bis in Detail weiter erzählen, ich bin der Ansicht das ist nicht so spannend. Ja wir hatten sogar die Ehre den Madagassischen Zolldirektor kennen zu lernen, wenn schon mal eine „Vasa“ hier ist, ein imposanter freundlicher Mann mit einem riesengrossen Schreibtisch der natürlich aus Edelhölzer besteht. Wir haben dann festgestellt das wir gar nicht zu ihm sollten, sondern eigentlich ins Magazins. Natürlich hat er dies auch erst gemerkt, nachdem er ein paar Telefonate über unsere Taxe (Zoll) führte und eine schwunghafte Unterschrift auf eines der Papiere zauberte. Die Frage „warum seid Ihr überhaupt hier ?“ konnten wir auch nicht beantworten….. aber wir haben uns gut unterhalten. Natürlich ging es dann gegen den Feierabend hin, die ersten Beamten verliessen bereits das Büro, wir konnten das erste Mal wieder ins Lager gehen, aber nein hier musste auch noch eine Taxe bezahlt werden. Nach 17.00Uhr konnten wir endlich die 3Stk Kartonkisten in Empfang nehmen. Der Plan morgen nach Diego zu fahren ist damit natürlich ins Wasser gefallen. Wir haben an diesem Tag geschätzte 30mal ein Büro betreten, oftmals natürlich dasselbe, an 5 Orten irgend eine Gebühr bezahlt, dabei habe ich etwa 10 Skizzen mit dem Bike und dem Anhänger gemacht und erklärt was in den Kartonschachteln ist.

Im Hotel haben wir gleich die Schachteln geöffnet, soweit alles OK. Natürlich gleich ein Akku ins Bike gesteckt und oh Schreck, ein grosses Problem entdeckt, das Kabel zum Motor an der Hinterachse war durchtrennt vom Transport. Da war ich ziemlich geschockt, was können wir tun…. Das Rad ausgebaut und Ideen besprochen. Elly nimmt das Rad mit, er kennt einen Elektriker der das vielleicht reparieren kann.
Ich schreibe dies jetzt in der Hoffnung, dass alles klappt und es endlich losgehen kann. Das Hotel au Bois Vert habe ich mal um einen Tag verlängert.. In den Gedanken streiche ich Diego schon, denn am Freitag muss Elly den Wagen zurückgeben. Aber bis Majunga schaffen wir es bestimmt. Ich schreibe das ganze nach einem hervorragenden Nachtessen mit vollem Bauch, das wird im weiteren Verlauf der Reise sicher nicht mehr so sein, also geniessen wenn es noch möglich ist.
Montag 7.9.2015

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Chris (Dienstag, 08 September 2015 18:58)

    Lieber Werni mit deiner endlosen Geduld kommt das alles Gut, toi toi toi :-)