weitere pannen

Ja der Dienstag habe ich zu Untätigkeit verknurrt, im Hotel verbracht. Ich habe schon gerechnet das es sicher etwas länger dauert bis Ellie jemand findet der das Kabel wieder anlöten kann, das wäre auch in der Schweiz nicht ganz einfach gewesen. Tatsächlich dunkelte es schon, als er mit dem Rad ankam. Mein erster Blick auf die Reparatur stimmte mich nicht sehr optimistisch. Na in der Dunkelheit haben wir das Bike zusammen geschraubt. Besonders das gefickte Kabel machte uns dabei grosse Schwierigkeiten da dieser Teil viel dicker wurde und die Mutter natürlich darüber passen muss. Mit einigem tricksen haben wir das dann geschafft. Gleich ein Probelauf und sie da, der Motor lief. Also stand nichts mehr im Wege die Reise  nach Majunga zu planen. Immerhin 580km über die RN4, das bedeutet aber eine Fahrzeit von 10 – 12 Stunden. Die Strasse ist eng und sehr kurvig, diese Strasse wird auch von viele, LKW befahren, besonders auch Tankzüge die dann mit 15km die Strasse entlang schleichen. Die Brücken sind teilweise in einem bedenklichen Zustand und diese werden dann von 40Tonnen schweren Fahrzeuge überquert.
Bis am Mittag gegen 13.00 kamen wir eigentlich gut vorwärts. Leider schlug die Defekthexe 10 Min später wieder zu, der Motor wurde heiss und die Temperaturanzeige stand am roten Anschlag. Etwas abkühlen lassen, dann haben wir unser Trinkwasser 4 Flaschen Mineralwasser in den Kühler geschüttet. Natürlich haben wir auch alle Antriebsriemen überprüft, unter den Wagen geschaut nirgends floss Wasser aus. Ellie erzählte auch etwas das dieser Nissan mit dem TR6…. Motor immer etwas Problem in der Hitze hat, sobald es über36 Grad wird. Kühler noch entlüftet, ich habe ihm auch vom schlauen Trick die Heizung auf Volllast zu stellen erzählt, so dass dem Motor Hitze entzogen wird. Zum Glück hat dieses Auto weder eine Heizung noch eine Klimaanlage….. sonderbar. Nachdem wir wieder etwa 5 Minuten gefahren sind, das gleiche von neuem. Wir schlichen bis zu einer Behausung mit Wasserverkauf und nahmen den ganzen Vorrat in Beschlag. Nachdem das Auto etwas abgekühlt hatte, haben wir nochmals ca. 5 Liter nachgefüllt, nun war auch deutlich zu hören das die Wasserpumpe wieder Wasser pumpt und nicht Luft. Mit ca. 2 Stunde Verspätung ging es dann weiter dem Sonnenuntergang  entgegen. Das fahren in der Nacht ist nicht ganz einfach auf diesen Strassen, denn die Taxibrousse (öffentliche Verkehrsmittel) fahren ziemlich rücksichtslos und schnell. Dies natürlich mit aufgeblendeten Scheinwerfer, da kannst du dich dann nur noch am Strassenrand orientieren, hier aber sind hunderte von Madagassen zu Fuss im dunkeln unterwegs (keine Ahnung wo die immer hingehen), ab und zu lauert auch ein Hund oder ein Zebu auf der Fahrbahn. Für empfindliche Seelen ist das nichts….
Zu erwähnen ist vielleicht noch das die Strasse wie bei uns aus zwei Fahrspuren besteht, die meisten Brücken sind aber nur einspurig, wenn ein LKW darauf zu rollt, kannst du nur anhalten, der Trucker macht es sicher nicht. Überholvorgänge funktionieren erstaunlich gut, auf Blinker Zeichen und Hupe ist Verlass.
Gegen 21.20Uhr sind wir dann im Hotel eingetroffen, bei der nahe Snackbar haben wir uns mit Hamburger und Pommes eingedeckt, dazu ein grosses THB um den Durst zu löschen.
9.00 ist der nächste Termin für das „Petit Dejeuner“

9.09.2015

 

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