unterwegs

Am frühen Morgen um 6Uhr startete ich in Majanga, durch die Stadt ging es einfach da der Verkehr und das Getümmel noch nicht so gross waren. Die Temperatur bis so gegen 9. Uhr war einigermassen erträglich und ein paar wenige Wolkenfelder halfen noch etwas. Ich habe mir vorgenommen sicher alle 60 Minuten einen Stopp einzulegen und auch nicht zu schnell zu fahren. Max 20km/h. Das Ziel das ich mir vorgenommen habe, den Nationalpark Ankarafansika zu erreichenn. Wie es sich aber rausstellte war das sehr optimistisch. Nicht etwa wegen der Distanz, nein die Hitze ist extrem, bei ca. 37Grad, ist der Bedarf an Flüssigkeit sehr gross. Die Mittagspause machte ich an einem kleinen Kiosk, hier gab es neben warmen Coca Cola noch ein Brot und eine Büchse Sardinen, alles sehr ölig, aber wenigsten eine geschlossene Büchse da kann nicht viel passieren. Je länger die Fahrt umso länger und häufiger auch die Pausen. Nach ca. 110km war die erste Batterie leer. Diesen Stopp unter einem Mangobaum nutzte ich auch für eine Unterhaltung mit eine einheimischen Bauer. Er schnitt Gras für seine 3 Zebus am Strassenrand. Scheinbar ist das verboten denn immer wenn ein Auto kam stand er auf und tat so als wäre er mit sich selbst beschäftigt. Dann war die Sichel etwas stumpf und er begann am Rand der Asphaltschicht die Klinge abzuziehen, auch das nur wenn kein Auto kam. Ich bat ihn mir die Sichel zu zeigen was er aber sehr wiederwillig und zögernd tat. Ja dieses Werkzeug hat seine besten Tage hinter sich. Ich versuche ihm zu erklären er soll doch eine neue Sichel kaufen…… seine Miene zeigte mir das er dafür kein Geld hatte. Spontan griff ich in meine Hosentasche und gab ihm einen Geldschein. Die Freude und das strahlende Gesicht waren unglaublich. Was er damit dann machte keine Ahnung.

Die weiteren Kilometern waren ein echter  Härtetest. Das zeigte auch dass ich noch ca. 2km vor dem Ziel einen Stopp machen musste. Der gute Rat von meinem Bruder Herbi noch genügend Orangen zu kaufen funktionierte leider nicht, es gibt in dieser Jahreszeit nur Zitronen. Ich habe ein paar gekauft und ins Mineralwasser gedrückt.

Jetzt bin ich in dieser einfachen Lodge im Nationalpark mit Schwärmen von Moskitos. Hier werde ich sicher 2 Tage verbringen um mich etwas zu erholen. Vor zwei Wochen habe hier scheinbar ein grosses Krokodil mitten auf der Strasse geschlafen, wird hier erzählt. War oder nicht war….

Die folgenden Etappen werde ich kürzer gestalten max. 50km sollen es sein. Mindestens hier in der Hitze. Bis Tana bleiben noch ca. 470km.

Sonntag 13.09.15

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Kommentare: 1
  • #1

    Tore (Montag, 21 September 2015 10:01)

    Hoi Schmidi! Söli mis Hinterrad ipacke und Express uf Mada schicke? Uf de Controllersite häts aber kein Stecker me dra, isch mit Lusterklemme agmacht, was in Mada ja vilicht sowieso die besser Lösig isch...