Entscheidung

Das mit dem Überreden eines Truckers hat leider nicht geklappt den die meisten LKW fahren nur bis zur Brücke und laden dann um. Es gibt in Madagaskar auch eine Art Schwerkverkehrsabgabe die aber zwischen den einzelnen Distrikten ganz unterschiedlich gehandhabt wird. Darum das Umladen weil es dann etwas weniger kostet. Mein Bike hat, mindestens der E-Motor den Dienst eingestellt. Natürlich versuchte ich das Gerät wieder flott zu kriegen mit der Hotline von Herbi und auch mit meinem Fachhändler aus Ottenbach. Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten, entweder ist der Motor defekt (Vielleicht hat er die Hitze nicht ertragen) das kann ich aber ohne Messgerät nicht feststellen oder die Verbindungsstecker oder das Kabel zum Motor das wir beim Start ja schon flicken mussten machen keinen Kontakt. Die Fehlermeldungen deuten auf beides hin. Bei einer flachen Strasse ist das Gefährt ja noch einigermassen fahrbar, so bald aber eine Steigung kommt, heisst das; kleines Kettenblatt oder schieben. Ich habe in meinem Rucksack 2 Wasserflaschen, dann einen Ersatz Akku der vollgeladen wäre, aber das macht beim Gewicht ja keinen Unterschied, aber es sind auch so  3kg. Aber eigentlich eine gute Frage warum ist ein voller und ein leerer Akku gleich schwer…. Beim beladenen Anhänger komme ich auf ca. 30kg..  Ja dann noch eine Lenkertasche mit 5kg, das Velo selber 23kg, macht total dann locker 55kg plus ich mit knapp 70kg (nach dem Schweissverlust eher weniger).

Ich sitze wieder untern einem Mangobaum, leider sind die Früchte noch nicht reif und schreibe dies in der Wartezeit bis Elie von Tana eintrifft. Weitere Gespräche mit meiner Servicehotline haben wenig Positives gebracht, ich wusste eigentlich schon alles. Genau bis zum km Stein 400 habe ich es geschafft. Am Nachmittag habe ich mich dann noch 20ig km weiter geschleppt und beim Eindunkeln hörte ich wie sich Elie näherte, fast wie früher der 2DM im Militär, aber das ist eine andere Geschichte. Da er kurzfristig selbst kein Fahrzeug zur Verfügung hatte, ist er mit einem Freund die 380km gefahren. Der ältere Mercedesbus hatte auf jeden Fall genügend Platz. Frustriert fuhr ich mit den beiden in den nächsten grösseren Ort wo sie für mich ein Zimmer organisiert hatten. Sie betonten aber wenn ich es möchte, fahren sie auch direkt nach Tana, sie können auch im Dunkeln fahren. Ich erhielt ein Zimmer mit 4 Betten und fragte dann am Morgen wo sie geschlafen haben, Elie zeigte dann irgendwo in den Ort hinein, ich glaube eher sie haben im Wagen gepennt, da sind die Madagassen schon manchmal seltsam. Ich hätte ja genügend Platz gehabt. Natürlich haben sie mir auch eine Flasche Cocci und einen Znüni mitgebracht. Sie hatten schon Angst ich verdurste.

15.09.15

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Kommentare: 1
  • #1

    Werner Tschannen (Freitag, 18 September 2015 20:28)

    Hallo Werni,
    Da geht noch was, ich bin mir sicher du findest den Fehler und kannst die Reise fortsetzen. Ich drücke dir die Daumen und bleibe dran.
    LG Werner